Transsexuelle Aufklärung tut Not

Auf Meinem Blog “Transsexuelle Aufklärung Tut Not”
Sabine

Transsexeuelle Aufklärung tut Not* heißt somit für uns: inner­halb aller Geschlechter Definitionen und aller Menschen, also mit­ten im Leben zu ste­hen.
Diese Seite ist gedacht, Menschen eine Anlaufstelle, Beratung, Aufklärung zu bie­ten, die nach Informationen rund um die Themen Trans* /​Inter* und Cis* suchen.

Außerdem bie­te ich auch ger­ne an, Kontakte hier zu knüp­fen, um sich gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen, Hilfestellung zu geben oder auch ein­fach eine “Patenschaft” bei der Wegbereitung und Wegbegleitung anzu­bie­ten.

Mir ist ganz wich­tig, dass jede Person, die auf mei­nen Seiten Einträge hin­ter­lässt, die Regeln des mensch­li­chen Umgangs mit­ein­an­der ach­tet! Jegliche Form von Diskriminierung unter­bleibt, ver­let­zen­de Äußerungen wer­den nicht getä­tigt und alle Formen von Lebensführung haben ihre Berechtigung.

Bei Verletzung die­ser Regeln behal­te ich mir vor, Beiträge sofort zu löschen.

Als Anregung noch eines: Diese Seite beschäf­tigt sich neben eini­gen ande­ren Seiten hier auf mei­nem Blog sehr inten­siv mit dem Thema Trans* und Inter*, jedoch ist dies hier zum einen haupt­säch­lich eine Fachgruppe von kom­pe­ten­ten Menschen, für Info Suchende und zum Anderen eine ers­te Anlaufstelle bei Beratung Suchende im Ruhrpott Raum.

Ich freue mich schon auf Euch!

Transsexuelle Aufklärung tut Not
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Eve ist eine Frau, auch wenn sie im Körper eines Jungen gebo­ren wur­de

Eve ist zehn Jahre alt. Nackt steht sie vor dem Spiegel. Ein ungu­tes Gefühl. Da stimmt etwas nicht.

Ihr Spiegelbild passt nicht zu ihr. Ihr Körper passt nicht zu ihr, es ist der Körper eines Jungen. Wie kann das sein? Sie hat Angst.

Vor dem Sportunterricht geht sie mit den Jungs in die Umkleidekabine. Nach dem Sport duscht sie mit ihnen. Da ist die­ser eine Junge, den sie beson­ders süß fin­det. Das ist pein­lich.

Ein Blick genügt und bei Neugeborenen steht fest: Junge oder Mädchen. Jungen krie­gen Jungennamen, Mädchen krie­gen Mädchennamen. Auf der Geburtsurkunde wird das Geschlecht ange­kreuzt. Und damit steht für dein Leben lang fest, wie du ange­spro­chen und wahr­ge­nom­men wirst. Auf wel­che Toilette du zu gehen hast, wie du dich klei­den und geben sollst.

Die Genitalien legen fest, zu wel­cher Kategorie Mensch du gehörst. Aber was, wenn das eben doch nicht so ein­fach ist? Wenn dein Geschlechtsteil eben nicht zeigt, wer du wirk­lich bist?

Heute ist Eve 29 Jahre alt. Seit fünf Jahren lebt und stu­diert sie in Deutschland, eigent­lich kommt sie aus Haiti. Im Januar 1987 wur­de Homosexualität in Haiti lega­li­siert, doch die Diskriminierung ist bis heu­te nicht aus­drück­lich ver­bo­ten. Das bekommt Eve über ihre Kindheit und Jugend hin­weg zu spü­ren.

Dabei ist sie nicht homo­se­xu­ell, sie mag Männer. Und sie ist ja eine Frau. “Ich bin eine Frau im Männerkörper, die einen Mann möch­te, der eine Frau in mir sieht”, sagt sie. Aber das ist vie­len Menschen zu kom­pli­ziert. Es fehlt die Schublade, in die sie Eve ein­ord­nen kön­nen.

Quelle des Artikel: http://​www​.ben​to​.de/​g​e​f​u​e​h​l​e​/​t​r​a​n​s​g​e​n​d​e​r​-​e​v​e​-​i​s​t​-​e​i​n​e​-​f​r​a​u​-​a​u​c​h​-​w​e​n​n​-​s​i​e​-​i​m​-​k​o​e​r​p​e​r​-​e​i​n​e​s​-​j​u​n​g​e​n​-​g​e​b​o​r​e​n​-​w​u​r​d​e​-​1​0​7​0​0​77/

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Fühlen
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Oberstleutnant Anastasia

Diese Soldatin war mal ein Mann

Anastasia hat­te immer das Gefühl, das Leben als Mann mache sie nicht rich­tig glück­lich

Es war ges­tern DIE Nachricht: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (58, CDU) ver­an­stal­tet Ende Januar ein Seminar zum Thema „Umgang mit sexu­el­ler Identität und Orientierung in der Bundeswehr“.

Ziel soll sein, die Bundeswehr bun­ter zu machen und für sexu­el­le Randgruppen zu öff­nen.

Denn: Nach Schätzungen des Verteidigungsministeriums gibt es in der Bundeswehr rund 17 000 Menschen, die der LGBT-​Gemeinschaft ange­hö­ren (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender). Das sind 6,6 Prozent der ins­ge­samt 262 000 Bundeswehr-​Angehörigen.

Eine von ihnen ist Oberstleutnant Anastasia Biefang. Sie ist trans­se­xu­ell, wur­de als Mann gebo­ren. Doch sie konn­te ihre weib­li­che Identität irgend­wann nicht mehr leug­nen. Nach rund 20 Jahren Karriere bei der Bundeswehr oute­te sie sich.

Ihrem Chef mit­zu­tei­len, dass sie eine Frau im Körper eines Mannes ist, hat Anastasia viel Mut gekos­tet

Sie trug schon immer gern femi­ni­ne Kleidung

Biefang war nie aus­schließ­lich auf ein Geschlecht fixiert. Bereits als Jugendliche sei ihr klar gewor­den, dass sie Männer und Frauen lie­be, sagt die gebür­ti­ge Krefelderin. Außerdem habe sie schon damals gern femi­ni­ne Kleidung getra­gen. „Mir war nicht klar, ob das nur ein Fetisch war oder ein Hinweis auf mei­ne geschlecht­li­che Identität“, sagt sie in einem Beitrag im Bundeswehr-​Magazin „Y“.

Sie habe immer das Gefühl gehabt, das Leben als Mann mache sie nicht rich­tig glück­lich. Allerdings ver­zich­te­te sie dar­auf, dem Gefühl nach­zu­ge­ben. Der Beruf ging vor. „Ich habe ver­sucht, im Dienst den Mann her­vor­zu­keh­ren. Ich woll­te Karriere machen und mich nicht mit mei­ner Transsexualität aus­ein­an­der­set­zen.“

Im Dienst ein Mann, pri­vat eine Frau
Wann immer es mög­lich war, leb­te Biefang ihre weib­li­che Seite aus. Im Dienst war sie der akku­ra­te Offizier mit Kurzhaarschnitt, nach Feierabend mit ihren Freunden unter­wegs – oft mit Perücke und in Frauenkleidern. Der Spagat gelang nur teil­wei­se: Von Jahr zu Jahr wuchs ihr Bedürfnis, rund um die Uhr als Frau zu leben.

Biefang konn­te das Gefühl schließ­lich nicht mehr aus­blen­den. „Es wur­de so stark, dass es mir psy­chisch rich­tig schlecht ging. Es hat mich ein­ge­engt, mein gefühl­tes Geschlecht immer nur für kur­ze Zeit aus­le­ben zu kön­nen.“

Als Anastasia sich ent­schließt, ihr Doppelleben auf­zu­ge­ben und sich zu outen, spürt sie eine gro­ße Erleichterung

Der Tag der Entscheidung

Am Tag vor einer Urlaubsreise nach Brasilien traf Anastasia Biefang eine Entscheidung. Kurz bevor sie in das Flugzeug nach Rio de Janeiro stieg, ließ sie sich beim Juwelier Ohrlöcher ste­chen. „Die waren für mich das Zeichen, dass sich bald was ändern soll. Bei der Bundeswehr dür­fen Männer im Dienst kei­ne Ohrstecker tra­gen“, sagt die Frau Oberstleutnant im Generalstab dem Magazin „Y“.

Biefang beschloss, ihr Doppelleben auf­zu­ge­ben – mit allen Konsequenzen. Als sie aus Brasilien zurück­kam, warf sie ihre Männerkleidung in den Müll. Nur ihre Dienstkleidung behielt sie. Als Nächstes infor­mier­te sie die Truppenärztin. Biefang wur­de an einen Sexualtherapeuten im Bundeswehrkrankenhaus Berlin über­wie­sen. Beim Termin sag­te sie als Erstes: „Ich bin eine Frau im Körper eines Mannes.“

Danach ging es Anastasia Biefang schlag­ar­tig bes­ser. „Ich hat­te mich 20 Jahre vor die­ser Entscheidung gedrückt. Ich war mir abso­lut sicher, dass ich durch­gän­gig als Frau leben möch­te.“

Ihr Chef war sprach­los

Dann kam der nächs­te Schritt, der viel Mut erfor­der­te: Biefang muss­te es ihrem Vorgesetzten mit­tei­len. „Ich habe ihm die Diagnose kurz und schmerz­los gemel­det. Da habe ich ihn zum ers­ten Mal etwas sprach­los erlebt.“

Beim Seemannssonntag – einem aus der Marinetradition stam­men­den Kaffeekränzchen am Donnerstag – oute­te sie sich im Referat, spä­ter in der gan­zen Abteilung. Die Kameraden nah­men die Nachricht posi­tiv auf. „Ich hat­te Unterstützung auf allen rele­van­ten Ebenen, nie­mand hat sich abge­wandt. Dafür bin ich dank­bar.“

Biefang ließ ihre Haare wach­sen

Mit ihrem Therapeuten besprach Biefang die nächs­ten Schritte. Denn: Der Weg zur Frau ist nicht leicht, der Transformationsprozess nimmt Jahre in Anspruch. Psychologische Tests müs­sen bestan­den, ärzt­li­che Gutachten erstellt wer­den. Biefang traf sich alle vier Wochen mit ihrem Therapeuten, um über Fortschritte und Rückschläge zu reden.

Zuerst muss­te sie den Alltagstest bestehen: Transsexuelle müs­sen ihr eigent­li­ches Geschlecht ein Jahr offen leben, bevor wei­te­re Schritte fol­gen kön­nen. „Im Privaten war das nicht pro­ble­ma­tisch. Für den Dienst habe ich über­legt, wie ich als Frau wahr­ge­nom­men wer­den kann“, sagt Biefang. Erst kamen die Ohrstecker, dann die „Frisurbefreiung“ – Biefang wur­de von der Pflicht ent­bun­den, die Haare kurz zu tra­gen. Sie ließ sie bis auf Kinnlänge wach­sen. Sie begann, auch im Dienst ein leich­tes Make-​up auf­zu­le­gen, und kam in Schuhen mit leicht erhöh­tem Absatz zur Arbeit.

Sie wirkt sehr glück­lich: Anastasia mit Ohrringen und kinn­lan­gen Haaren

Operative Geschlechtsanpassung im Sommer

Der nächs­te Schritt war die soge­nann­te Personenstandsänderung. Sie leg­te ihren alten männ­li­chen Vornamen ab und hieß nun auch offi­zi­ell Anastasia. In ihren neu­en Papieren und dem neu­en Truppenausweis war ihr Geschlecht geän­dert.

Es war ein rich­tig gutes Gefühl, jetzt auch offi­zi­ell aner­kannt zu sein. Ich war end­lich Frau – auch bei der Bundeswehr“, sagt Biefang. Der letz­te Schritt steht noch aus: die ope­ra­ti­ve Geschlechtsanpassung. Sie ist für den kom­men­den Sommer geplant. „Auch wenn ich schon als Frau lebe und mich so emp­fin­de, bin ich für mich noch nicht abge­schlos­sen“, sagt sie.

Daher sei die Operation für sie per­sön­lich wich­tig. „Das ist aber eine indi­vi­du­el­le Entscheidung, die jeder für sich tref­fen muss. Man kann auch als Frau leben, ohne sich ope­rie­ren zu las­sen.“ Furcht vor dem Eingriff hat Anastasia Biefang nicht: Er ist nur der logi­sche Schlusspunkt einer lan­gen Entwicklung, sag­te sie dem „Y“-Magazin.

Biefang ist Mitglied im Verein „Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V.“ und dort Ansprechpartnerin für alle Fragen zu Transgender.

Quelle des Beitrag: http://m.bild.de/politik/inland/bundeswehr/diese-soldatin-war-mal-ein-mann-49745354,la=de.bildMobile.html

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Oberstleutnant Anastasia
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Sie ist nicht ein­fach noch ein Transgender-​Model

Schauspielerin und Model Hari Nef wird von der Modewelt ver­ehrt. Sie nutzt die­se Aufmerksamkeit für die Rolle als Aktivistin. Aber kri­ti­siert auch, wofür die Branche ihre Geschichte aus­nutzt.

Hari Nef ist das ers­te Transgender Model, das bei der Modelagentur IMG unter Vertrag steht

Sie trägt eine rot gemus­ter­te Gucci-​Bluse mit einer Kamelienbrosche von Chanel, ihr brü­net­ter Pony teilt sich auf ihrer blas­sen Stirn wie ein nicht ganz zuge­zo­ge­ner Vorhang. In einem YouTube-​Clip des Mädchenmagazins “Teen Vogue” erklärt Hari Nef, wel­che Fragen man einer Transgender-​Person nicht stel­len soll­te. Zum Beispiel: “Woher nimmst du die Kraft, jeden Tag so mutig zu sein?”
Schon vor tau­sen­den Jahren gab es Cross-​Dressing, Sado-​Maso und Polyamorie
Die US-​Amerikanerin Hari Nef wur­de als Mann gebo­ren und begann vor eini­gen Jahren eine Geschlechtsumwandlung zur Frau. Sie fin­det es nicht mutig, sich für einen sol­chen Prozess zu ent­schei­den, wenn die Alternative zu einer lebens­be­droh­li­chen Identitätskrise füh­ren kann. Doch die Modewelt ver­ehrt die jun­ge Frau mit den her­ben Gesichtszügen und der rosi­gen Haut als Symbol einer Zeitenwende und Ikone für per­sön­li­che Freiheit. Als ers­tes Transgender-​Model wur­de Nef von IMG unter Vertrag genom­men, dem Big Player des Modelbusiness, der auch Superstars wie Gigi Hadid und Miranda Kerr betreut.

Quelle des Artikel: http://m.welt.de/icon/mode/article159935222/Sie-ist-nicht-einfach-noch-ein-Transgender-Model.html

Die US-​Amerikanerin Hari Nef wur­de als Mann gebo­ren und begann vor eini­gen Jahren eine Geschlechtsumwandlung zur Frau. Sie fin­det es nicht mutig, sich für einen sol­chen Prozess zu ent­schei­den, wenn die Alternative zu einer lebens­be­droh­li­chen Identitätskrise füh­ren kann. Doch die Modewelt ver­ehrt die jun­ge Frau mit den her­ben Gesichtszügen und der rosi­gen Haut als Symbol einer Zeitenwende und Ikone für per­sön­li­che Freiheit. 

Als ers­tes Transgender-​Model wur­de Nef von IMG unter Vertrag genom­men, dem Big Player des Modelbusiness, der auch Superstars wie Gigi Hadid und Miranda Kerr betreut.
Als ers­tes Transgender-​Model erschien sie auf dem Cover eines inter­na­tio­na­len Modemagazins, lief für Marken wie Gucci, aktu­ell wirbt sie für den Brillenhersteller Luxottica in einer Kampagne namens “Class of 2016”, die ver­schie­de­ne Testimonials in Fotografien wie aus dem Highschool-​Jahrbuch zeigt. Berühmt gemacht hat sie auch ihr Part in “Transparent”, der erfolg­rei­chen Serie über das Leben eines trans­se­xu­el­len Vaters und sei­ner Familie. Doch seit ihrem Durchbruch steckt Nef fest in der Rolle einer Frau, die von ihrem Publikum stän­dig an ihre Vergangenheit als Mann erin­nert wird. Aber sie hat ver­stan­den, wie sie den Wirbel um ihr Geschlecht nut­zen kann: als Botschafterin der Transgender-​Community und Kämpferin für ihre Rechte.

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Viel mehr als Traurigkeit

Die Vorurteile sit­zen tief: Wer see­lisch erkrankt, gilt oft als labil oder faul. Doch vier Millionen Deutsche lei­den an einer Depression. Immer mehr beken­nen sich offen zu ihrer Krankheit.

Die Berliner Bloggerin Jana Seelig wird durch einen spon­ta­nen Tweet über Nacht zur Vorzeige-​Depressiven. Und Familienvater Uwe Hauck ver­sucht müh­sam, wie­der Fuß im Job zu fas­sen. Zwei beken­nen­de Depressive – wie leben sie mit der Diagnose?

Jana Seelig (28) geht offen­siv mit ihrer Krankheit um. Die Diagnose Depression mit Anfang 20 hat sie als Befreiung emp­fun­den. Sie sieht sich als Aufklärerin in Sachen Depression und schreibt dar­über Kolumnen und ein Buch. Auf YouTube beant­wor­tet Jana Fragen zur Krankheit, von der sie sagt: “Ich bin nicht die Depression, ich bin viel mehr.” Die hel­len Monate lebt sie inten­siv mit ihren Freunden in Berlin, bis es wie­der für vie­le Wochen dun­kel in ihrem Leben wird. Dann fehlt ihr sogar die Kraft, ihre Wohnung zu ver­las­sen.

Wenn sie eine depres­si­ve Episode hat, wird Jana immer wie­der unter­stellt, sie wür­de sich nicht genü­gend Mühe geben, sol­le doch Sport trei­ben oder ein­fach mal ein hei­ßes Bad neh­men. Jana ringt dar­um, einen selbst­be­stimm­ten Umgang mit der Krankheit zu fin­den. Wie vie­le Menschen, die unter einer dau­er­haf­ten Depression lei­den, nimmt Jana Medikamente. Doch die ver­än­dern ihre Wahrnehmung. Als sie ihre Medikamente absetzt, stürzt sie in eine Krise. Schließlich sucht sie Hilfe bei Professor Tom Bschor, einem Berliner Psychiater. Wird Jana es schaf­fen, ihr Leben in den Griff zu bekom­men? Und kann sie akzep­tie­ren, dass die Depression immer ein Teil von ihr sein wird?

Quelle des Artikel: https://​you​tu​.be/​P​H​P​l​R​g​0​Y​bmQ

Informatiker und Familienvater Uwe Hauck

Für Uwe Hauck (49) ist es die zwei­te und auch letz­te Chance. Nach einem Suizidversuch hat der Informatiker fast ein Jahr in der Psychiatrie ver­bracht und wagt jetzt ein zwei­tes Mal die Wiedereingliederung in sei­nen Job bei einem gro­ßen Versicherungsunternehmen. Der ers­te Versuch schei­ter­te bereits nach zwei Wochen: Uwe hat­te einen schwe­ren Rückfall.

Uwes Frau Sibylle und sei­ne drei Kinder stär­ken ihm immer den Rücken – und lei­den schwer unter sei­ner Krankheit. Auf den ers­ten Blick lebt die Familie in einer schwä­bi­schen Bilderbuchidylle. Wäre da nicht die all­ge­gen­wär­ti­ge Angst um Uwe. Die Familie muss ihren gesam­ten Alltag um Uwe her­um bau­en, immer auf der Hut vor sei­nen Wutausbrüchen. Sibylle unter­stützt Uwe selbst­los im Kampf gegen die Depression. Und sie wünscht sich ihren “alten”, nicht von der Krankheit gezeich­ne­ten Mann zurück.

Wird Uwe es schaf­fen, den Weg zurück in sein frü­he­res Leben zu fin­den? Denn “so vie­les macht kei­nen Spaß mehr, wenn man depres­siv ist. Und das mer­ken die Kinder natür­lich auch”, weiß Uwe aus Erfahrung. Kann er wie­der wer­den wie damals, als die Kinder noch kei­ne Angst vor sei­nen Stimmungsschwankungen hat­ten? Als er für sie der lie­be­vol­le Vater war, der er ger­ne auch heu­te sein möch­te?

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Viel mehr als Traurigkeit
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Das ist kein Spleen

Viel häu­fi­ger als frü­her wol­len Kinder und Jugendliche ihr Geschlecht wech­seln. Besonders bei Mädchen stei­gen die Zahlen rapi­de. Ist es rich­tig, schon vor der Pubertät in die kör­per­li­che Entwicklung ein­zu­grei­fen?

Viele Kinder und Teenager fragen sich: Stecke ich im richtigen Körper?
Viele Kinder und Teenager fra­gen sich: Stecke ich im rich­ti­gen Körper?

Manchmal hört er den Namen noch zufäl­lig, wenn er unter­wegs ist. Oder bei einem Freund aus der Basketballmannschaft, des­sen Schwester so heißt: Leonie. Früher ist er zusam­men­ge­zuckt, wenn er die drei Silben hör­te: Le-​o-​nie! Aber das ist vor­bei. Heute berührt ihn das nicht mehr. “Ist ein­fach nur irgend­ein Name”, sagt Mark*.

Dabei hieß er die meis­te Zeit sei­nes Lebens selbst so. Bis zu dem Tag, an dem Leonie Grabow vor ihre Schulklasse trat und ver­kün­de­te: “Ich bin ein Junge und hei­ße ab heu­te Mark Grabow.” Das war nach den Osterferien 2014. Heute erin­nert nichts mehr an Marks altes Leben. Der Junge trägt die Haare an den Seiten ras­pel­kurz, über dem Körper schla­ckert ein T-​Shirt. So wie bei den Basketballern auf den Postern in sei­nem Zimmer.
Und eigent­lich will Mark über die Sache nicht mehr reden. So oft hat er es schon erklärt – den Medizinern, den Psychologen und Gutachtern. Dann erzählt er doch: von den Rollenspielen in der Kita, wo Leonie immer den Vater spiel­te; von der Angst vor dem Schulschwimmen und von dem Basketballstar Marc Gasol, der ihm die Idee für sei­nen neu­en Namen gab. Das alles berich­tet der Junge so ruhig und abge­klärt, als sei es eine Ewigkeit her – und so ein Identitätswechsel das Normalste der Welt.

Quelle des Artikel: http://​www​.zeit​.de/​2​0​1​6​/​4​7​/​t​r​a​n​s​s​e​x​u​a​l​i​t​a​e​t​-​k​i​n​d​e​r​-​j​u​g​e​n​d​l​i​c​h​e​-​g​e​s​c​h​l​e​c​h​t​-​u​m​w​a​n​d​l​u​n​g​/​k​o​m​p​l​e​t​t​a​n​s​i​cht

Das ist es natür­lich nicht. Wer aber die Geschichte von Mark hört, wer mit Ärzten, Wissenschaftlern und Eltern spricht, der kommt ins Staunen. Über die von Jahr zu Jahr stei­gen­den Zahlen sol­cher Fälle, über die Toleranz, die das Thema mitt­ler­wei­le umgibt. Und über die rela­tiv weni­gen Probleme, auf die die Kinder und Jugendlichen sto­ßen.

Doch ist es ver­ant­wort­bar, wenn Mediziner immer mehr Jugendliche immer frü­her mit Sexualhormonen zu einer Geschlechtsumwandlung ver­hel­fen? Ab wann sind jun­ge Menschen alt genug, zu wis­sen, wer sie wirk­lich sind? Und was ist der Grund dafür, dass in die Spezialambulanzen seit ein paar Jahren beson­ders vie­le Mädchen kom­men, die mit ihrem Geschlecht unglück­lich sind?

Leonie hat sich “anders” gefühlt, solan­ge Mark zurück­den­ken kann. Schon in der Kita hielt sie sich an die Jungs: Wurden die Mädchen auf­ge­ru­fen, blieb sie sit­zen. Ein Büchlein mit Fotos und Sprüchen, das Leonie zum Andenken an ihre Zeit im Kindergarten bekam, doku­men­tiert die frü­he Verwandlung: Von Jahr zu Jahr wird Leonies Haarschnitt kür­zer und die Kleidung jun­gen­haf­ter. Auf einem der letz­ten Bilder trägt das Kind einen Polizeihelm. Da lächelt es das ers­te Mal.

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Das ist kein Spleen
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Total durch­ge­knallt

Die kana­di­sche Transgender-​Gesetzgebung macht das Leben für 97 Prozent der Bevölkerung sehr umständ­lich. Political Correctness wird zur Geissel der Gesellschaft.

enna Talackova ist 2012 als erster Trasngender an der kanadischen Miss-Universe-Wahl angetreten.
Jenna Talackova ist 2012 als ers­ter Trasngender an der kana­di­schen Miss-​Universe-​Wahl ange­tre­ten.

Wir leben in Zeiten des Wahnsinns. Drei Milliarden Jahre Evolution sind auf ein­mal irrele­vant. Entwertet von der Empfindsamkeit einer Gesellschaft, wo jeder sei­ne eige­ne Wahrheit kon­stru­ie­ren darf, die Wahrheit, die gera­de sei­nem emo­tio­na­len Selbstverständnis ent­spricht. Dazu gehö­ren Geschlechtsidentitätswechsel im Schnellverfahren – gesetz­lich geför­dert und begüns­tigt von Medizinern. Ein aktu­el­les Youtube-​Video aus Kanada zeigt, wies geht.
In dem Experiment gibt sich ­Reporterin Lauren Southern, eine jun­ge Frau, als Person aus, die ihre Geschlechts­identität als «aus­ser­halb des Systems von Mann und Frau» ­emp­fin­det. «Ich füh­le, mein Geschlecht ist eher männ­lich», beschreibt sie sich einer Ärztin und bit­tet um ein ­medi­zi­ni­sches Attest, das ihre ­männ­li­che Identität bestä­ti­gen soll. «Ich prä­sen­tie­re mich nicht immer männ­lich […]. Ich füh­le mich zu Frauen hin­ge­zo­gen.» Die Ärztin, anfangs ver­wirrt, stellt nach zwei ­kur­zen Rückfragen die Diagnose aus: Geschlecht männ­lich.
Mit dem Dokument bean­tragt Southern spä­ter beim Einwohneramt eine neue Identitätskarte – sie trägt Highheels, ihr lan­ges Haar fällt über die Schultern. Sie stellt klar: «Ich möch­te als männ­lich iden­ti­fi­ziert wer­den.» Die Mitarbeiterin, anfangs ver­wirrt, hän­digt ihr nach einem kur­zen Telefonat die ID aus: Geschlecht männ­lich. Sie spricht die Reporterin mit «Sir» an.

Quelle des Artikel: http://​mobi​le2​.bazo​n​line​.ch/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​5​8​3​f​c​7​7​f​a​b​5​c​3​7​1​3​6​c​0​0​0​001

Man könn­te es als irr­wit­zi­ge ­Episode abtun, wäre der Test nicht vor dem Hintergrund eines neu­en Gesetzes (Bill C-​16) ent­stan­den, das der libe­ra­le Premierminister Justin Trudeau im Mai dem Parlament vor­ge­stellt hat. Es soll die Rechte von Transgender-​Personen in den kana­di­schen Menschenrechten ver­an­kern. Tritt das Gesetz in Kraft, könn­te man schon nur für das Infragestellen eines Geschlechts, egal ob ein medi­zi­ni­sches Attest vor­liegt, recht­lich belangt wer­den.
Es ist unbe­strit­ten: Menschen, die sich mit ihrem bio­lo­gi­schen Geschlecht nicht iden­ti­fi­zie­ren, soll ein Identitätswechsel nicht unnö­tig schwer gemacht wer­den. Auch sind die Anfeindungen, mit denen Transgender manch­mal ­kon­fron­tiert wer­den, trau­ri­ge Realität. Realität ist aber auch das Kuschen vor der Political Correctness. Es ist ­mitt­ler­wei­le so weit fort­ge­schrit­ten, dass Leute aus Angst vor Konsequenzen ihren Kopf ein- und den Stecker zur Vernunft raus­zie­hen. Es hat etwas ­vor­aus­ei­lend Gehorsames, so wie wenn man sei­nen Rasen früh­zei­tig mäht, damit der Nachbar nicht auf die Idee kommt, man ver­nach­läs­si­ge die Gartenpflege.
Indem man für 2,5 Prozent der Bevölkerung (Anzahl Transgender in Kanada) radi­ka­le Gesetze for­dert, ­ver­ein­facht man viel­leicht deren Alltag ein biss­chen. Für 97,5 Prozent der Menschen aber wer­den sich heik­le ­Situationen auf­tun – der zwi­schen­mensch­li­che Umgang wird zum Hochseiltanz. Ist es nicht auch Diskriminierung, wenn ein Arbeitgeber per Gesetz mit der «Ismus»-Keule nie­der­ge­streckt wird, nur weil er das Geschlecht eines Mitarbeitenden hin­ter­fragt? Spinnt man es wei­ter, könn­ten erfolg­lo­se Profiboxer ja ein­fach ein Comeback bei den Damen geben. Oder Jobsuchende je nach Stellenbeschrieb ihre Identität wech­seln. Körperdurchsuchungen am Flughafen dürf­ten zu bizar­ren Vorführungen mutie­ren.

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Wochenende

Der zwei­te Sonntag im Advent
Die zwei­te Kerze heu­te brennt.
Mit der ers­ten Kerze Schein,
möch­te sie ver­ei­nigt sein.

Zwei Kerzen leuch­ten still und hell.
Die Zeit der Weihnacht geht so schnell.
Die Kinder steh´n vor den Schaufenstern still.
Weil jedes doch was haben will.

Zwei Kerzen leuch­ten uns nun zu.
Sie ver­strah­len eine Ruh´.
In wei­ßen oder bun­ten Farben.
Geben alles was sie haben.

Wochenende
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Komm heu­te Abend wie­der, wir ope­rie­ren mor­gen früh

So rich­tig irri­tiert schaut heu­te nie­mand mehr, wenn Caitlyn Jenner sich mit dunk­ler Mähne und knap­pem Kleidchen für Vanity Fair foto­gra­fie­ren lässt. Ehemals Bruce, jetzt eben Caitlyn – ist doch kei­ne gro­ße Sache, oder? Denn so insze­niert die Geschichte vom Zehnkämpfer, der zur Schönheitsikone wur­de, manch­mal auch wir­ken mag, Jenners qua­si öffent­li­che Geschlechtsumwandlung 2014 mar­kier­te einen gesell­schaft­li­chen Trend: Die Transsexualität rückt immer stär­ker ins Alltagsbewusstsein. Nicht umsonst wur­de Eddie Redmanye im Frühjahr für sei­ne Rolle in »The Danish Girl« für einen Oscar nomi­niert und gro­ße Modelabels wer­ben mit trans­se­xu­el­len Laufsteg-​Models, die Geschlechtergrenzen ver­wi­schen.

Eine schöne Frau, die aber nicht geliebt wurde – April Ashley nach ihrer Geschlechtsumwandlung.
Eine schö­ne Frau, die aber nicht geliebt wur­de – April Ashley nach ihrer Geschlechtsumwandlung.

Früher war das völ­lig anders. Wer damals das Gefühl hat­te, im fal­schen Körper gebo­ren wor­den zu sein, steck­te dort erst ein­mal fest. In einer Zeit, in der Homosexualität noch per Elektroschock-​Therapie »behan­delt« wur­de, gal­ten Geschlechtsumwandlungen als medi­zi­ni­sche Absurdität. Und die Vorstellung, dass ein Mann sein Mann-​Sein los­wer­den, gar weg­ope­rie­ren woll­te, so oder so als unvor­stell­bar.

April Ashley jedoch konn­te es nie ertra­gen, das Mann-​Sein. Schon als Dreijähriger saß das spä­te­re Fotomodel abends auf dem Fußboden und bete­te, am nächs­ten Tag doch bit­te als Mädchen wie­der auf­zu­wa­chen. Vergebens. Und da der lie­be Gott sich nicht rühr­te, ließ Ashley, gebo­ren als George Jamieson, schließ­lich den Pionierarzt Georges Burou ans Werk. Hinter den Kulissen des Travestie-​Theaters »Le Carrousel« in Paris, in dem Ashley arbei­te­te, hat­te sie näm­lich das Gerücht auf­ge­schnappt, es gebe da einen Arzt, der Transsexuellen ent­ge­gen der kon­ser­va­ti­ven medi­zi­ni­schen Praxis eine Geschlechtsumwandlung ermög­li­che. Das Gerücht stimm­te: »Komm heu­te Abend wie­der, wir ope­rie­ren mor­gen früh«, sag­te Burou, als das Model ihn im Mai 1960 in sei­ner Geburtsklinik in Casabalnca auf­such­te. Kurz vor dem Einsetzen der Narkose ver­ab­schie­de­te sich der Arzt dann stil­si­cher mit »Au revoir, Monsieur”.

Quelle des Artikel: http://​sz​-maga​zin​.sued​deut​sche​.de/​t​e​x​t​e​/​a​n​z​e​i​g​e​n​/​4​4​9​8​0​/​K​o​m​m​-​h​e​u​t​e​-​A​b​e​n​d​-​w​i​e​d​e​r​-​w​i​r​-​o​p​e​r​i​e​r​e​n​-​m​o​r​g​e​n​-​f​r​ueh

In unse­rem Interview erzählt April Ashley von den Auf- und Abstiegen, die sie nach ihrer Geschlechtsumwandlung in der Londoner Künstlerszene erleb­te. Endlich auch ana­to­misch eine Frau, schwamm sie als geheim­nis­vol­le Muse von Picasso und erklär­tes Schmachtobjekt von Elvis Presley zunächst auf der Erfolgswelle – bis die Vorbehalte der Gesellschaft sie in die absei­ti­gen Absteigen der nächt­li­chen Parallelwelt ver­bann­ten. Denn wenn­gleich die »foo­kin’ duch­ess« ein gern gese­he­ner Gast auf Society-​Events war, ein­stel­len woll­te sie nie­mand mehr. So wur­de aus dem Model eine Kämpferin für die Rechte der Transsexuellen – und ihr Kampf führ­te sie schließ­lich bis vor das bri­ti­sche Parlament.

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Diese Frau könn­te Deutschlands ers­te trans­se­xu­el­le Bürgermeisterin wer­den

Die 50-​jährige Gloria Gray ist nach einer schil­lern­den Bühnenkarriere in ihre nie­der­baye­ri­sche Heimat zurück­ge­kehrt.
Am Sonntag will sie Bürgermeisterin in Zwiesel wer­den
Viele Einheimische geben ihr gute Chancen, die Wahl zu gewin­nen.

Sie will keine sein, die Wahlkampf von oben herab macht. Auch wenn sie viele in Zwiesel körperlich überragt. Gloria Gray, die auf den großen Varieté-Bühnen der Welt aufgetreten ist, wirbt nun in den Zwieseler Wirtsstuben um Wählerstimmen. (Foto: Tobias Köhler)
Sie will kei­ne sein, die Wahlkampf von oben her­ab macht. Auch wenn sie vie­le in Zwiesel kör­per­lich über­ragt. Gloria Gray, die auf den gro­ßen Varieté-​Bühnen der Welt auf­ge­tre­ten ist, wirbt nun in den Zwieseler Wirtsstuben um Wählerstimmen. (Foto: Tobias Köhler)

Wenn Franz Xaver Steininger aus dem Fenster schaut, dann hat er einen guten Blick auf das Problem sei­ner Stadt. Dort unten, auf dem Stadtplatz, reiht sich Laden an Laden, aber etli­che Schaufenster sind zuge­klebt mit Zeitungspapier, das noch dazu ver­gilbt ist, weil die Zeitung nicht von ges­tern ist, son­dern vom ver­gan­ge­nen Jahr. Bürgermeister Steininger hat den Ruf eines Arbeitstiers, in des­sen Büro spät­abends noch Licht brennt, wäh­rend es drau­ßen düs­ter ist, weil die Stadt jede zwei­te Straßenlaterne abge­schal­tet hat, um Geld zu spa­ren und Schulden zu drü­cken. Im klam­men Zwiesel gehen die Lichter aus, tref­fen­de Symbolik, oder, Herr Bürgermeister? Nein, sagt Steininger, “das Gesamtprojekt Zwiesel ist in der Projektfertigstellung. Man sieht es nur noch nicht.”

Franz Xaver Steininger ist gelern­ter Bauingenieur, die Ingenieursprache hat er nie ganz abge­legt, auch nicht nach­dem ihn die Zwieseler vor fünf­ein­halb Jahren zum Bürgermeister gewählt haben. Steininger, 50, par­tei­los, rand­lo­se Brille, sil­ber­grau­er Stoppelbart, legt ein Prospekt auf den Besprechungstisch. Der Titel: “City-​Outlet”. Normalerweise ent­ste­hen sol­che künst­li­chen Einkaufsdörfer am Stadtrand, wie in Ingolstadt oder in Wertheim bei Würzburg. Steininger dage­gen will mit­ten in Zwiesel ein Fabrikverkaufszentrum auf­bau­en, mit Shops links und recht des Stadtplatzes. Das Projekt ist sein Baby, im neu­en Jahr sol­len die ers­ten Läden ein­zie­hen. Der Leerstand hat bald ein Ende, da ist sich Steininger sicher. Nicht mehr lan­ge, sagt er, “dann wird es in Zwiesel einen Big Bang geben”, einen Urknall.

Quelle des Artikel: http://​www​.sued​deut​sche​.de/​b​a​y​e​r​n​/​z​w​i​e​s​e​l​-​d​i​e​s​e​-​f​r​a​u​-​k​o​e​n​n​t​e​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​s​-​e​r​s​t​e​-​t​r​a​n​s​s​e​x​u​e​l​l​e​-​b​u​e​r​g​e​r​m​e​i​s​t​e​r​i​n​-​w​e​r​d​e​n​-​1​.​3​2​6​7​702

Der Bürgermeister hat einen Plan. Nur kann es halt sein, dass ihm ein ande­rer Big Bang einen Strich durch den Plan macht. Ein Knall, der in der gan­zen Republik zu hören wäre. Dann näm­lich, wenn Gloria Gray am Sonntag zur neu­en Zwieseler Bürgermeisterin gewählt wer­den soll­te – und damit zur ers­ten trans­se­xu­el­len Bürgermeisterin Deutschlands. Ein paar Kamerateams waren schon da, sie rücken aus allen Ecken des Landes an, um über die schil­lern­de Kandidatin zu berich­ten. “Diese PR-​Aufmerksamkeit kann man nicht mit Geld bezah­len”, sagt Steininger, der sein Amt gegen Gloria Gray ver­tei­di­gen möch­te. Aber ist das wirk­lich mög­lich? Eine trans­se­xu­el­le Bürgermeisterin im Bayerwald, wo der poli­ti­sche Boden tra­di­tio­nell tief­schwarz geteert ist? “Ich glau­be, dass sie wesent­lich mehr Zuspruch hat, als man anfangs dach­te. Weil sie ein gutes Auftreten hat”, sagt selbst ihr Konkurrent Steininger.

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