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Geschlechtertrennung

Utrecht führt Unisex-​Toilette in öffent­li­chen Gebäuden ein

Weil bis zu fünf Prozent der Einwohner Utrechts Transgender sind, hat die niederländische Stadt entschieden, Unisex-Toiletten in öffentlichen Gebäuden einzuführen.
Weil bis zu fünf Prozent der Einwohner Utrechts Transgender sind, hat die nie­der­län­di­sche Stadt ent­schie­den, Unisex-​Toiletten in öffent­li­chen Gebäuden ein­zu­füh­ren.

Utrecht hebt die Geschlechtertrennung auf öffent­li­chen Toiletten auf. Damit will die nie­der­län­di­sche Stadt ein star­kes Zeichen setz­ten.
Den Haag. Die Schilder an der Eingangstür signa­li­sie­ren es deut­lich: Das hier ist die Toilette für den Mann. Diese hier ist für die Frau. Mit der sicht­ba­ren Geschlechtertrennung ist es in Utrecht bald vor­bei. Die nie­der­län­di­sche Universitätsstadt hat ent­schie­den, dass es nur noch geschlechts­neu­tra­le Toiletten geben wird. Begonnen wer­den soll damit zunächst in allen öffent­li­chen Gebäuden. Zuerst wer­den die Schilder für Herren- oder Damentoilette im Rathaus aus­ge­tauscht. Schritt für Schritt sol­len die Unisextoiletten auch in allen öffent­li­chen Gebäuden der Stadt ein­ge­führt wer­den, erklärt der Stadtrat.

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Toiletten sind ein Ort für jeden. Sie sol­len nicht mehr nach dem Geschlecht unter­schie­den wer­den,” sagt die Utrechter Stadträtin Annemarijke Podt in ihrer Begründung. “Bis zu fünf Prozent der Einwohner in Utrecht sind trans­gen­der,” twit­tert sie. Der Begriff “Transgender” ist eine Bezeichnung für Menschen, die sich mit ihrem bio­lo­gi­schen Geschlecht nicht iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Die Betroffenen füh­len sich in ihrem Männer- oder Frauenkörper fremd.
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Eckpunkte des “Aufhebegesetzes” lie­gen vor

Homosexuelle sol­len reha­bi­li­tiert wer­den


Homosexualität war lan­ge Zeit straf­bar – mehr als 50.000 Männer wur­den ver­ur­teilt. Justizminister Maas will sie nun ent­schä­di­gen mit dem “Aufhebegesetz”. Wer soll wann und in wel­cher Form etwas bekom­men? Eckpunkte lie­gen dem ARD-​Hauptstadtstudio vor.

Im Mai hat Bundesjustizminister Heiko Maas ange­kün­digt, er wol­le Homosexuelle reha­bi­li­tie­ren, die wegen des umstrit­te­nen Paragraphen 175 in Deutschland ver­ur­teilt wur­den. Dem ARD-​Hauptstadtstudio liegt nun exklu­siv das Eckpunktepapier aus sei­nem Ministerium vor, das kom­men­de Woche den Fraktionen zur Abstimmung vor­ge­legt wer­den soll. Es geht dar­um, wer, wann in wel­cher Form ent­schä­digt wer­den soll.

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Zum Verständnis:

Wenn ein Mann ein­ver­nehm­li­chen Sex mit einem ande­ren Mann hat­te, dann hat er sich in Deutschland damit lan­ge Zeit straf­bar gemacht – in der BRD sogar bis zum Jahr 1994. Der frü­he­re Paragraph 175 des Strafgesetzbuches stamm­te aus der Kaiserzeit, wur­de von den Nationalsozialisten ver­schärft und galt in die­ser ver­schärf­ten Form bis 1969 unver­än­dert fort.

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Cisgendered Frau

Cisgendered Frau Konfrontiert In Walmart Badezimmer für Sein Transexuelle

Nach Homosexuell Ehe in den USA lega­li­siert wur­de, wur­den die Konservativen gezwun­gen, ihre aus­sichts­lo­sen Kampf gegen die LGBT-​Gemeinschaft ins Bad zu neh­men. Unter Berufung auf Fragen der öffent­li­chen Sicherheit und der Religionsfreiheit, North Carolina Gesetzgeber ein Gesetz ver­ab­schie­det, Transgender-​Personen zu ver­hin­dern, dass mit Badezimmer ihrer aus­ge­drückt Geschlecht. Aber nach Politifact , hat es nie ein Problem mit Sexualstraftätern putzt sich zu ver­schie­den­ge­schlecht­li­chen Toiletten zugrei­fen. Also all die­se Gesetze gemacht haben, ist Bigotterie gegen Transgender auf­zu­het­zen. Nun wird eine kürz­lich unan­ge­neh­me Erfahrung durch eine cis­gen­de­red Frau in einem Raum Walmart Damen zeigt, wie lächer­lich die anti-​trans-​Bewegung gewor­den ist.

Original Artikel:

Übersetzter Artikel

Am ver­gan­ge­nen Freitag, 22-​jährige Aimee Toms von Naugatuck, wur­de unter Verwendung von Connecticut das Bad der Frauen in einem loka­len Walmart, wenn ein Fremder ihr vor, eine Transgender-​Frau beschul­digt. Die Frau streck­te ihre Mittelfinger und sag­te: “Du bist wider­lich!” Und “Du gehörst nicht hier­her!” Toms glaubt, dass sie wegen ihrer kur­zen Haare gerich­tet war. Sie hat­te vor kur­zem ihre Locken zu einem Programm gespen­det, die Perücken für Kinder mit Krebs macht. Ich habe Leute nen­nen mich alle mög­li­chen Namen für kur­ze Haare haben “, Toms sag­te in einer Facebook-​Video, das mehr als 80.000 mal ange­se­hen wird. “Ich habe Leute rufen Sie mich an einen Jungen, habe ich hat­te Leute nen­nen mich einen Deich, habe ich mich die Leute Homosexuell nen­nen muss­te.”
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Geschlechtsumwandlung

Wie aus Herr Kurz Frau Kurz wur­de


Gefangen im fal­schen Körper
Simone Kurz aus Lauda-​Königshofen leb­te jahr­zehn­te­lang als Mann: Baggerfahrer, zwei Ehen, Kinder – unglück­lich, see­lisch schwer krank. Mit 50 trau­te sie sich, eine Geschlechtsumwandlung zu wagen. Der Preis für die­sen radi­ka­len Neuanfang in ihrem Leben ist hoch.

Zum Artikel:

Sie wür­de es auf jeden Fall wie­der tun.

Ein be­schau­li­cher Wein­ort im Main-​Tau­ber-​Kreis, rechts ran­ken sich Reb­stö­cke den Hang hin­auf, auf der Haupt­stra­ße ein KfZ-​Be­trieb, der Land­ma­schi­nen und Trak­to­ren ver­kauft. Ein Pla­kat wirbt für Mo­tor­sä­gen­kur­se. Ei­ne bo­den­stän­di­ge Ge­gend. Übe­rall Häu­schen mit blank ge­putz­ten Fens­ter­schei­ben und or­dent­li­chen Vor­gär­ten.

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Verbot auf­ge­ho­ben

US-​Militär will sich für Transgender öff­nen

US-Soldaten bei einer Übung (Archivbild)
US-​Soldaten bei einer Übung (Archivbild)

Die USA set­zen Zeichen für mehr Toleranz: Nach Homosexuellen dür­fen bald auch Transgender Soldaten der US-​Armee wer­den. Außerdem erklär­te Obama eine Schwulenbar zum Nationaldenkmal.

Das US-​Militär will Medienberichten zufol­ge Anfang kom­men­den Monats das Transgender-​Verbot in der Armee auf­he­ben. Wie unter ande­rem die “USA Today” und die “New York Times” schrei­ben, soll das Ende des Verbots am 1. Juli bekannt gege­ben wer­den. Demnach will Pentagon Chef Ashton Carter den Streitkräften ein Jahr Zeit geben, um die neu­en Vorgaben umzu­set­zen.

Zum Artikel:

Pentagon Sprecher Peter Cook woll­te die Berichte im Detail noch nicht bestä­ti­gen, sag­te aber, eine Entscheidung dazu wer­de bald getrof­fen. Unter den aktu­el­len Vorgaben kön­nen Transgender-​Streitkräfte vom Militär aus­ge­schlos­sen wer­den, wenn ihre Identität öffent­lich wird.

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US-​Gericht erkennt erst­mals offi­zi­ell drit­tes Geschlecht an

Ein US-​Gericht hat den 52-​jährigen Soldaten Jamie Shupe offi­zi­ell als Mensch drit­ten Geschlechts aner­kannt. Shupe ist damit der ers­te Bürger der USA, der juris­tisch weder Mann noch Frau ist. Dem Berufssoldaten ist ein Pass aus­ge­stellt wor­den, in dem er als „sie“ („they“) bezeich­net wird – das gilt als poli­tisch kor­rek­ter.

Mit dem Präzedenzfall wur­den die USA der ach­te Staat der Welt, in dem Menschen drit­ten Geschlechts offi­zi­ell aner­kannt wer­den. Zuvor hat­te es ähn­li­che Gerichtsverfahren in Indien, Deutschland, Neuseeland, Pakistan, Bangladesch, Nepal und Australien gege­ben.

Zum Artikel:

Nach Angaben der US-​Medien ist Shupe phy­sio­lo­gisch ein Mann. Er besitzt alle für einen männ­li­chen Organismus cha­rak­te­ris­ti­schen Geschlechtsmerkmale. Aber men­tal emp­fin­det er sich seit der Kindheit als Frau. Shupe litt sein Leben lang unter psy­chi­schem Druck, bereits in der Grundschule. Das hin­der­te ihn aber nicht dar­an, Berufssoldat bei der US-​Armee zu wer­den, wo er fast zwei Jahrzehnte dien­te. Auch die­ses Gefühl, gleich­zei­tig Mann und Frau zu sein, war kein Hindernis, um eine Familie zu grün­den – Shupe hat eine Frau und eine Tochter.

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Transsexuelle als Gefährdung für Kinder?

Schweriner Volkszeitung” besorgt über Trans-​Propaganda

Transgender als Gefahr für Kinder – das behauptet die "Schweriner Volkszeitung.
Transgender als Gefahr für Kinder – das behaup­tet die “Schweriner Volkszeitung.

In einem unglaub­lich dümm­li­chen Artikel warnt eine Autorin der “Schweriner Volkszeitung” vor Transsexuellen im Computerspiel “Die Sims”.

Was Viviane Offenwanger in dem am Mittwoch ver­öf­fent­lich­ten Artikel auf­regt, sind neue Auswahlmöglichkeiten in dem Spiel, das erst­mals im Jahr 2000 auf den Markt gekom­men ist. Bereits seit län­ge­rem kön­nen dort Schwule und Lesben hei­ra­ten, nun wer­den aber erst­mals auch Transpersonen dar­ge­stellt

Zum Artikel:

Das ist offen­bar zu viel für die Journalistin: Unter der Überschrift “Transgender für Zwölfjährige?” beginnt sie ihr Klagelied:

In der heu­ti­gen Gesellschaft gibt es kaum noch Tabus. Besonders nicht, wenn es um die sexu­el­le Orientierung geht. Wir akzep­tie­ren schwul, les­bisch, bise­xu­ell – in man­chen Fällen sogar metro­se­xu­ell. Auch der Anblick von Drag-​Queens, Cross-​Dressern und Transgendern schockt – spä­tes­tens seit der char­man­ten Conchita Wurst – kaum noch jeman­den. Dass all das jedoch auch in eine alters­mä­ßig ab zwölf Jahren frei­ge­ge­be­ne Spielwelt ein­flie­ßen soll, ist neu.”

In dem Artikel kri­ti­siert die Autorin dar­auf­hin, dass die dar­ge­stell­ten “Männer in Kleidchen, Röckchen und hohen Schuhen” doch eher kein “ech­ter Augenschmaus” sei­en, bevor sie zum eigent­li­chen Thema aus­holt:”

Die gro­ße Frage bleibt nur: Muss das wirk­lich sein? Klar, in ande­ren Videospielen wer­den Kindern und Jugendlichen blan­ke Busen und spär­lich ver­deck­te Hinterteile qua­si auf dem Präsentierteller ser­viert. Doch Transgender geht da noch einen Schritt wei­ter.

In Russland wur­de sogar das Grundspiel “Die Sims 4” schon mit einer Altersbeschränkung ab 18 ver­se­hen, weil sexu­el­le Inhalte – oder eher Homosexualität – uner­wünscht war. Für die Russen wird das Update daher wohl einer Provokation gleich­kom­men.”

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Transgender-​Aktivistin Cléo ist nach Tunesien geflo­hen

Die aus Benin stam­men­de Cléo hat wegen ihrer Transsexualität und ihres Engagements für die Rechte der LGBT die Heimat ver­las­sen. Seit ein paar Jahren lebt sie in Tunesien, wo ihr kürz­lich der Flüchtlingsstatus zuer­kannt wur­de. Sie erzählt uns von ihrem Leben und ihrem Kampf.

Cléo ist eine gro­ße, ele­gan­te Frau. Sie lächelt und stellt sich mit ruhi­gen, wohl­über­leg­ten Worten vor: „Ich hei­ße Cléo, bin 28 Jahre alt und kom­me aus Benin. Ich lebe jetzt im vier­ten Jahr in Tunesien und habe vor sechs Monaten den Flüchtlingsstatus erhal­ten, weil ich trans­se­xu­ell bin.“ Der Reisepass von Cléo ist gespickt mit Ein- und Ausreisestempeln und kün­det von ihrem chao­ti­schen Lebensweg.

Zum Artikel:

Überstürzter Aufbruch aus Abidjan
Nach und nach erzählt Cléo uns ihre Geschichte. Schon früh fühlt sie sich ver­kehrt mit dem Etikett des Jungen, das ihr per Geburt zuge­wie­sen wur­de. Als Kind wei­gert sie sich, Jungenkleidung anzu­zie­hen. In ihrer Jugend, die sie in der Elfenbeinküste ver­bringt, wird sie als „viel zu weib­li­cher Teenager“ wahr­ge­nom­men. Ihr Vater, bei dem sie damals lebt, kri­ti­siert stän­dig ihr Verhalten. In ihrer Schule, die aus­schließ­lich von Jungen besucht wird, ist die Situation eben­falls schwie­rig.

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Gerechtigkeit

Die isla­mi­sche Welt ist schwu­ler als du denkst


In vie­len isla­mi­schen Ländern wer­den Homosexuelle ver­folgt, doch im Verborgenen gibt es eine akti­ve Szene.

Es begann mal als schüch­ter­nes Angebot in einem Wasserpfeifen-​Café, mal als offen­si­ve Anmache am Taxi-​Stand. Der eine sag­te klar, was er woll­te. Der ande­re flüs­ter­te: “Lass uns ein­fach schau­en, was pas­siert.” Die Rede ist von Begegnungen mit Männern, die sich mit mir zum Sex ver­ab­re­den woll­ten. Aber nicht in Berlin oder New York, son­dern in Aleppo, Kairo und Amman. Nie habe ich so vie­le Angebote zum gleich­ge­schlecht­li­chen Sex bekom­men wie in isla­mi­schen Ländern. Nie habe ich Männerfreundschaften erlebt, die auch kör­per­lich innig sind, wie unter Muslimen.

Zum Artikel:

Das ist die eine Seite.

Die ande­re Seite mar­schier­te am Sonntag mit einem Sturmgewehr bewaff­net in einen Queeren Club im ame­ri­ka­ni­schen Orlando und erschoss 49 Menschen (ben­to). Im Iran hän­gen die Körper von Homosexuellen an Baukränen, in Saudi-​Arabien schla­gen Religionswächter Schwulen die Köpfe ab und in Syrien stürzt der selbst­er­nann­te “Islamische Staat” Homosexuelle von Hochhäusern.

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