Es geht um Selbsterkenntnis“

Transsexuell zu sein, ist eine Selbsteinschätzung“, erklärt Ilka Christin Weiß im Gespräch. Sie kam als Junge vor 53 Jahren auf die Welt. Bis vor zwei Jahren lebte Weiß als Mann. Dann bekannte sie sich zu ihrer Transsexualität und machte ihren Mitmenschen klar, dass sie bisher im falschen Körper lebte. „Ich wusste schon immer, dass ich ein Mädchen bin“, so die Betroffene. Sie ist heute glücklich über ihre Entscheidung.

Ilka Christin Weiß (rechts) ist Ansprechpartnerin der neuen Selbsthilfegruppe Trans-Net. In der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Osterholz (KIBS) stellte sie die Angebote der neuen Gruppe für transsexuelle Menschen der KIBS-Mitarbeiterin Dagmar Terbeck-Paul vor. FMO· (Monika Fricke)
Ilka Christin Weiß (rechts) ist Ansprechpartnerin der neuen Selbsthilfegruppe Trans-Net. In der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Osterholz (KIBS) stellte sie die Angebote der neuen Gruppe für transsexuelle Menschen der KIBS-Mitarbeiterin Dagmar Terbeck-Paul vor. FMO· (Monika Fricke)

Ilka Christin Weiß wandte sich an Dagmar Terbeck-Paul von der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Osterholz (KIBS) um den von ihr gegründeten Stammtisch „TransNet ohz“ vorzustellen. Über soziale Netzwerke und die örtliche Presse kündigte Weiß die Gründung der Gruppe an. Sie wollte weitere Menschen mit transsexueller Veranlagung motivieren, die Gruppe zu besuchen. Angehörige, Freunde und Unterstützer sind auch willkommen. „Es geht um Selbsterkenntnis“, so Weiß. „Das Geschlecht bestimmt jeder Mensch selbst.“

Beim ersten Treffen der TransNet Gruppe im Bildungshaus am Campus kamen zehn Menschen im Alter von 17 bis 70 Jahren zusammen. Ilka Christin Weiß erklärt im Gespräch in der KIBS, dass sich die Selbsthilfegruppe durch Aufklärung und Information für mehr Verständnis für die Lebenssituation von transsexuellen Menschen einsetzen will. Weiß: „Sie sollen bestärkt und begleitet werden in der Phase der Geschlechtsangleichung.“

In diese „offene Gruppe“ könne jeder kommen, der sich für das Thema interessiert. Sie hofft auf einen regen Austausch mit weiteren Betroffenen. „Wir wollen uns gegenseitig stützen, für den Prozess der Transition“, so Ilka Christin Weiß. Dagmar Terbeck-Paul bemerkte, dass die gegenseitige Unterstützung Schwerpunkt einer Selbsthilfegruppe sei. Die KIBS unterstützt Selbsthilfegruppen durch ihre zentrale Anlaufstelle, sie gibt Hilfestellung zur Gründung und vermittelt sie weiter. Ilka Christin Weiß wies auf die absolute Verschwiegenheit in der Gruppe hin: „Nichts dringt nach Außen.“

Die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe ist unter Telefon 0 47 91 / 9 82 90 01 erreichbar und Ilka Christin Weiß: Telefon 01 77 / 3 34 68 83. Jeden ersten Freitag im Monat trifft sich die Selbsthilfegruppe TransNetOHZ zum Stammtisch um 19.15 Uhr im Bildungshaus/ Seminarraum IV/1. Stock (unten klingeln). Weitere Informationen und Termine gibt es auf der Homepage: www.facebook.com/TransNETOHZ.

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