WikiLeaks”-Informantin

US-​Militär erlaubt Manning Geschlechtsangleichungs-​OP

Fünf Tage lang hat die inhaf­tier­te Whistleblowerin Chelsea Manning Nahrung ver­wei­gert. Nun ist ihr das US-​Militär bei ihren Forderungen ent­ge­gen­ge­kom­men.

Chelsea Manning
Chelsea Manning

Die inhaf­tier­te “WikiLeaks”-Informantin Chelsea Manning hat ihren mehr­tä­gi­gen Hungerstreik been­det, nach­dem ihr das US-​Militär bei einer wich­ti­gen Forderung ent­ge­gen­ge­kom­men ist. Die Armeeführung habe zuge­sagt, Manning als Transgender einen ope­ra­ti­ven Eingriff zur Geschlechtsangleichung zu ermög­li­chen, sag­te ihr Anwalt Chase Strangio meh­re­ren US-​Medien. Ein kon­kre­ter Zeitrahmen sei nicht fest­ge­legt wor­den.

Strangio sprach laut CNN von einem “monu­men­ta­len Tag für Chelsea”. Sie bekom­me nun end­lich die Hilfe, die Transgender-​Häftlingen sonst sys­te­ma­tisch ver­wehrt wer­de. Manning selbst zeig­te sich in einer schrift­li­chen Erklärung “unend­lich erleich­tert, dass die Armee end­lich das Richtige tut”. Sie kön­ne nun die Person sein, die sie sein wol­le.

Quelle des Beitrags:

Chelsea Manning hat­te als Soldat Bradley Manning im Irak gedient und der Enthüllungsplattform “WikiLeaks” Hunderttausende gehei­me Militärdokumente zuge­spielt. Die dar­auf­hin ver­häng­te 35-​jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrats sitzt Manning im US-​Militärgefängnis in Fort Leavenworth ab, in dem aus­schließ­lich Männer inhaf­tiert sind. Gegen das Urteil leg­te sie Berufung ein.

Nach ihrer Verurteilung woll­te Manning unter dem Namen Chelsea als Frau leben. Im April 2014 geneh­mig­te ein US-​Gericht die Namensänderung. Im Februar ver­gan­ge­nen Jahres erlaub­te die US-​Armee ihr dann auch eine Hormonbehandlung für eine Geschlechtsangleichung.

Vergangene Woche trat Manning aus Protest gegen die Haftumstände und die Verweigerung von Medikamenten, die sie als Transgender benö­ti­ge, in den Hungerstreik. Sie wer­de so lan­ge strei­ken, bis sie “ein Minimum an Würde, Respekt und Menschlichkeit” erfah­re und die “kon­stan­te, bewuss­te und über­eif­ri­ge Überprüfung durch das Gefängnis- und Militärpersonal” ende, hieß es in einer Stellungnahme vom Freitag.

Anfang Juli die­ses Jahres hat­te Manning einen Suizidversuch unter­nom­men. Ihr dro­hen des­halb ver­schärf­te Haftbedingungen, die Anhörung in die­sem Fall soll US-​Medien zufol­ge am 20. September statt­fin­den.

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